Umzugs-Marathon

In aller Frühe machte ich mich daran systematisch alles für unseren Umzug zur Packstation einzupacken. Dann wurde alles im LKW verstaut und nach kurzer Pause und ein paar Bananen machte ich mich auf einen Kontrollgang einmal um unser Gelände und sammelte bestimmt 50 vollreife Limetten oder so unter unseren Bäumen. Ich packte diese etwas umständlich in mein T-Shirt, das ich als Tragetasche verwendete und machte mich dann auf den Rückweg. Anschließend wanderte ich den ganzen Garten ab und erntete zwei Bananenstauden. Ab nächster Woche dürften es wieder mehr sein, da ich ja zum singhalesischen Neujahr alles unreif abgeerntet hatte um etwas Kleingeld auf dem lokalen Markt zu verdienen.
Am frühen Nachmittag war der LKW voll beladen und Kamal hatte ausgeschlafen. Gegen Drei machten wir uns also auf den Rückweg. Ziemlich gemein, aber für die Farm haben wir jetzt erstmal keine Zeit.

Wir wählten wieder die gleiche Route, auch wenn die 35km von Wellawaya nach Beragala etwas nervig sind, wegen der Schlaglöcher ging es hier nur langsam voran, allerdings immer noch besser als einen Umweg von 18km über Thanamalwila zu fahren. Ab Ratnapura änderten wir dann die Route. Wir fuhren einfach geradeaus weiter Richtung Panadura und dann 10km vorher auf die Autobahn nach Colombo (Kaduwada) Von da war es dann nur noch ein Katzensprung nach Ragama. Diese Route ist 16km länger als über Pugoda.

Als wir auf die Autobahn fuhren, war Kamal etwas nervös, da es sein erstes Mal war. Wir bekamen ein Ticket und ein Polizist fragte ob noch (eventuell betrunkende) Personen im LKW hinten wären. Wir verneinten grinsend und Kamal fragte wo er bezahlen müsse. Natürlich bei der Ausfahrt je nachdem wo er rausfährt entscheidet sich der Preis. 200LKR bis zur letzten Ausfahrt. Dort war die Autobahn erstmal zuende, für die komplette Fahrt bis zum Flughafen fehlt noch ein Teilstück. 100 Stundenkilometer schaffte die Kiste nicht, bei 90 wurde es wackelig. Immerhin war es berauschend mal mit 80 zu fahren;-) Die anderen Verkehrsteilnehmer zischten auf der Überholspur vorüber. Kamal war hellwach und wollte anfangs zunächst nur auf dem Abstellstreifen fahren und ich mußte ihn erstmal gut zureden damit er endlich den Bleifuß machte. Nach jeder Ausfahrt ein riesiges Schild NO STOPPING NO TURNING. Die haben auch an alles gedacht;-)

Dann einige Kilometer vor der nächsten Ausfahrt ein LKW mit Tempo 30 und wir im Stau. Neben uns zisch, zisch, zisch… Dann endlich das vorbildliche Überholmanöver und weiter mit Tempo 90 unserem Ziel entgegen. Ragama (übersetzt heißt das Schnapsdorf oder so) Wo sind wir da nur reingeraten?

Fazit: Wenn wir von Ragama nach Monaragala beide Umwege fahren, also 34km mehr dann sind wir auf guten Straßen und sogar noch schneller da, solange wir nachts fahren wenn weniger Verkehr ist.

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